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Hier gibt es einen Rückblick auf die Veranstaltungen, die in diesem Jahr bereits stattgefunden haben. Wir hoffen, dass hier bald wieder eine Fülle von Einträgen stehen wird, die das reiche Vereinsleben abbilden.


So vieles, das bis jetzt geplant war, musste coronabedingt ausfallen. Wir hoffen, dass wir uns bald "in echt" wiedersehen können.

Im März haben wir uns allerdings das erste Mal online getroffen und einen prächtigen Garten in all seiner Fülle und Pracht bewundern können.
Im April stellte uns die Referentin Frau Frank (Dipl. oek.) das kleine, aber wichtige Organ Schilddrüse eingehend vor.

 

Die Schilddrüse: Kleines Organ mit großer Wirkung 

Nach der gelungenen Premiere eines Vortrages per Videokonferenz  hatten wir uns entschlossen, dieses Medium auch für weitere Vorträge einzusetzen. Für das Thema Schilddrüse konnten wir die Diplom-Oecotrophologin Renate Frank gewinnen. 

Um es vorwegzunehmen: es wurde ziemlich spannend! 

Jeder hat ja irgendwann mal von der Schilddrüse gehört, Biologie in der Schule. Und es hat irgendwie mit Jod zu tun, damit die Schilddrüse das tut, was sie soll, nämlich Hormone bilden und ausschütten. Daher die Sache mit dem Fisch. 

Wenn es denn so einfach wäre…. 

Zunächst  hörten wir, welche Körperfunktionen von der Schilddrüse beeinflusst werden. Nahezu alle Stoffwechselvorgänge gehören dazu. Schilddrüsenhormone steuern die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit  und regulieren, wie viel Energie aus der Nahrung gewonnen wird. Wenn jemand ein guter „Futterverwerter“ ist, sind das nicht die Gene vom Opa. Und ob wir energiegeladen durch den Tag gehen oder uns nur so durchschleppen, hat mit der Schilddrüsenfunktion zu tun.  

Dann die erschreckende Erkenntnis, dass Fehlfunktionen der Schilddrüse nicht gerade selten sind. Mit zunehmendem  Alter steigt das Risiko, überproportional  häufig für Frauen. Fast ein Drittel aller Erwachsenen haben Knoten in der Schilddrüse. 

Wir tun also gut daran, uns Gedanken zu machen, was wir für uns tun können, um der Schilddrüse die Arbeit zu erleichtern. Aber die Schilddrüse braucht nicht nur Jod für ihre Arbeit, sondern auch bestimmte Eiweißverbindungen und Vitamin A. Und Jod ist nicht in so vielen Lebensmitteln in ausreichender Menge enthalten. Der Jodbedarf pro Tag liegt bei 180 – 200 Mikrogramm, Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir durchschnittlich nur 6-80 Mikrogramm zu uns nehmen. Wie kriegen wir also mit der täglichen Ernährung eine ausreichende Versorgung mit Jod und den passenden Eiweißverbindungen und Vitaminen hin? 

 

Das rät Frau Frank:

-       Täglich jodiertes Meersalz verwenden (ohne Fluorid!) 

-       Ein-bis zweimal die Woche mageren Seefisch 

-       Dreimal täglich ein Milchprodukt, vorzugsweise Vollmilch oder Schnittkäse 

        (0,3 l Vollmilch enthalten 40-50 Mikrogramm Jod) 

-       Regelmäßig grünes oder oranges Gemüse essen (Blattsalat, Mangold oder Spinat                nicht zu häufig, da das enthaltene Nitrat den Transport von Jod behindert) 

-       Regelmäßig Kräuter verwenden 

-       Täglich eine Handvoll Erdnüsse essen 

 

Also, das hört sich doch machbar an. Jetzt nicht noch zu viele Sojaprodukte, denn die behindern die Bildung der Hormone. 

Und nun steht einer glücklichen Schilddrüse nichts mehr im Wege…. 

 

Insgesamt ist die Arbeit der Schilddrüse ein sehr komplexes Thema.  Frau Frank hatte auf die Fragen im Anschluss  zum Vortrag auch immer eine Antwort. Und selbst die Teilnehmer, die sich aus gesundheitlichen Gründen schon mehr mit dem Thema Schilddrüse auseinandergesetzt haben,  konnten an diesem  Abend noch Neues erfahren.  

 

Anne Clausen 

 

Gartenspaziergang bei Carmen vom Sessel aus

Im Coronasommer durften wir im August den Garten von Carmen besuchen. Alle waren so begeistert, dass wir unbedingt den Garten im Verlauf eines Jahres sehen wollten. Der wegen Corona abgesagte Vortrag sollte nochmal ins Programm aufgenommen werden. 

Gesagt, getan – aber immer noch Corona… 

Aber Landfrauen geben so schnell nicht auf. Carmen war auch bereit, sich auf das Abenteuer Videokonferenz einzulassen. Und so gelangte der erste Vortrag im Videoformat in unsere Landfrauen-News. Und siehe da, viele der Teilnehmerinnen  vom Gartenspaziergang meldeten sich jetzt auch für den Video-Vortrag an. 

Wir alle gemeinsam betraten jetzt Neuland: 

-       Der Vorstand machte sich schlau: Wie geht das eigentlich mit einer Videokonferenz? Auf Material der "Sendung mit der Maus" konnten wir leider nicht zurückgreifen. Aber die eine oder andere von uns hatte mit dem Medium schon beruflich Kontakt gehabt, Gemeindevertretersitzungen oder ähnliches 

-       Carmen als Referentin musste sich auch mit den Technikfragen auseinandersetzen und sie ausprobieren 

-       Unsere teilnehmenden Landfrauen probierten teilweise auch erstmals diese neue Möglichkeit der Kommunikation aus. 

 

Sicherheitshalber haben wir am Abend vor dem Vortrag einen „Technikcheck“ angeboten. Alle konnten sich testweise schon einmal anmelden, ob mit Bild und Ton von zu Hause – egal ob mit Notebook, IPad oder Handy - der Vortrag verfolgt werden konnte. Das wurde auch von allen genutzt, bereits am Vorabend hatten wir schon viel Spaß. Und dann konnte es endlich losgehen mit Carmens Vortrag. 

 

Carmen hat sich unendlich viel Mühe gegeben und zahllose Fotos der verschiedenen Gartenecken und Jahreszeiten herausgesucht. Wir starten mit schneebedeckten Fruchtständen (Carmen schneidet komplett erst im Frühjahr) und zarten ersten Blüten von  Winterlingen und Schneeglöckchen. Zu jedem Foto wusste sie etwas zu berichten, Besonderheiten bei der Pflanzung, Anekdoten von der Beschaffung oder Wissenswertes aus der Pflanzenpflege. Und auf jede Nachfrage hatte Carmen eine Antwort, kennt wirklich jeden Grashalm in ihrem Garten – und zwar mit lateinischen Namen! Beeindruckend, was Carmen und Sönke da auf 2000 m² geschaffen haben. Und viele Impressionen aus den verschiedenen Gartenthemen luden ein, über die eine oder andere Ecke im eigenen Garten neu nachzudenken. Und es wurde auch während des Vortrages durchaus laut gedacht und so entspann sich das eine oder andere Fachgespräch unter den Videofrauen (und –männern, die sich teilweise ebenfalls vor dem Bildschirm eingefunden hatten..). Es wurde rege gefachsimpelt, wer was im Garten mit welchem Ergebnis versucht hat, die ersten Adressen für Ableger wurden getauscht. Schließlich vergaß man fast, dass wir nicht alle zusammen bei Ines und Thordis im Saal sitzen, sondern jeder bei sich zu Hause. Und so führte Carmen uns durch das Gartenjahr, plötzlich fanden wir uns im winterlichen Garten mit der Weihnachtsdeko wieder. Die Zeit war wie im Fluge vergangen.  

 

Wir finden, dieses Format hat Potenzial. Eine Nachfrage bei den Teilnehmern ergab ein durchgehend positives Feedback. Und so werden wir weitere Vorträge in diesem Format anbieten. 

 

Anne Clausen